#WSXD Insights - Vier Schritte zum Aufbau eines agilen Teams

von Redaktion

Wandel der Arbeit – menschlich, digital, nachhaltig. Das ist das Motto vom Work Smart Experience Day am 1. Oktober 2020. Der in diesem Jahr als Online-Format stattfindet. Schon im Vorfeld zum #WSXD geben wir mit unseren #WSXD Insights verschiedenste Einblicke in moderne Arbeitswelten, zeigen Best Practices und stellen unsere Referenten vor.

Friederike Wurth, Digital Transformation Manager bei BASF Agricultural Solutions mit Ihrem Erfahrungsbericht: Vier Schritte zum Aufbau eines agilen Teams – ein Erfahrungsbericht

Seit Anfang des Jahres unterstützen mich zwei großartige Kollegen in meinem Team. Zusammen treiben wir die Digitale Transformation und agile Arbeitsweisen voran. Das benötigt ein ganz neues Mindset und eine neue Sichtweise auf die Bedeutung von Arbeit als Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Doch bevor wir so richtig loslegen konnten, mussten wir erst einmal selbst herausfinden, wie wir unsere Arbeit nach agilen Prinzipien organisieren und gestalten können. Heute, mehr als sechs Monate später, haben wir einen guten Arbeitsmodus gefunden. Rückblickend halfen uns bei den ersten Schritten vier Punkte:

 

1 - Gemeinsames Verständnis entwickeln

Am Anfang stand die Frage, was können wir bewirken und wo fangen wir an? Die Digitale Transformation ist ein sehr vielschichtiges Thema. Als Team mussten wir zuerst ein einheitliches Bild entwickeln: Was bedeutet die Digital Transformation für unseren Kontext und wie werden wir als Gruppe diese aktiv gestalten? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir für mehrere Tage in Workshops die Köpfe zusammengesteckt. Wir schauten uns die Bereiche an, in denen Digitalisierung schon stattfindet, welche Teams wie weit, offen und aktiv sind, an welchen Stellen Bedarf besteht und wie wir darauf antworten können. Das Resultat ist eine gemeinsame Vision als Zielbild und ein klarer Blick darauf, WAS wir tun, WIE wir es tun und WARUM wir es tun. Das hilft uns nicht nur gemeinsam in die gleiche Richtung zu laufen, sondern auch uns als Team intern zu positionieren.

2 - Frameworks ausprobieren

Als Nächstes stand die Frage an, wie wir unsere Arbeit organisieren können. Über zahlreiche Gespräche kristallisierte sich heraus, dass unsere Aufgaben einen aktiven und einen reaktiven Teil abdecken müssen. Für Beides bieten sich agile Frameworks oder Elemente daraus an.

Der aktive Teil unserer Arbeit sind Themen, die wir austesten, gestalten und treiben - angefangen bei unserer eigenen Arbeitsorganisation bis hin zu Trainings für unsere Führungskräfte oder die Ausgestaltung von digitalen Innovationsprozessen. Für diesen Teil haben wir das Framework OKRs (Objectives and Key Results) gewählt. Für den Zeitraum von drei Monaten fokussieren wir uns jeweils auf ein gemeinsam definiertes Ziel. In wöchentlichen Planungsrunden überlegen wir, was jedes Teammitglied beitragen kann. So fokussieren wir uns, arbeiten eng zusammen und liefern kontinuierlich Ergebnisse die direkt einen Beitrag leisten.

Der reaktive Teil unserer Arbeit bezieht sich auf Anfragen von Projektteams zum agilen Arbeiten und zu Fragen der Zusammenarbeit. Hierzu haben wir Schritte definiert, die jede Anfrage durchlaufen soll. Transparenz bringt dabei ein virtuelles Kanban-Board, das alle Schritte abbildet und mehrmals pro Woche besprochen wird. So verteilen wir die Arbeit, je nachdem wie viel jeder gerade auf dem Schreibtisch hat.

Zusätzlich kommen wir jeden Tag in einem Daily zusammen, um den Tag zu besprechen. Alle vier Wochen nehmen wir uns Zeit, um in einer Retrospektive unsere Zusammenarbeit zu reflektieren und fortlaufend zu verbessern.

 

3 - Unterstützung holen

Diese ersten Schritte haben wir nicht komplett allein beschritten. Seit Anfang an, hilft uns ein externer agiler Coach. Mit seiner Erfahrung und seinem Mindset ist er eine große Bereicherung. Er setzt Impulse, gibt Feedback, unterstützt uns bei unseren „Team-Events“ und bei den Anfragen von Projektteams. Über die Zeit wird sein Beitrag weniger, aber bisher wollen wir noch nicht ganz auf ihn verzichten.

 

4 - Zeit geben

Gute Dinge brauchen Zeit, um sich entwickeln zu können und die haben wir uns genommen.

Dadurch sind viele Termine in unseren Kalendern, so dass gerade am Anfang immer wieder die Frage aufkam, ob wir nicht zu viel Zeit auf uns selbst verwenden. Ein gutes Zeichen ist, wenn diese Frage gestellt wird. Denn sie zeigt den Willen zur stetigen Verbesserung und ermöglicht die Diskussion darüber, wie wir es besser machen können. Darüber hinaus sorgt der regelmäßige Austausch dafür, dass wir als Team zusammenwachsen.

Wir geben uns aber auch die Zeit, Dinge zu teilen und voneinander zu lernen. Jeder im Team arbeitet mit unterschiedlichen Projektteams zusammen, arbeitet an anderen Themen. Einmal pro Woche tauschen wir uns darüber aus, welche Herausforderungen und Erfahrungen wir gerade machen und was wir daraus lernen können. So profitieren wir alle von der Arbeit des Einzelnen.

 

Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Weg mit meinem Team gehen kann und dass wir die Erfahrungen, die wir machen an andere Teams weitergeben können. So bringen wir Schritt für Schritt agilere Arbeitsformen in unser Unternehmen. Über die Zeit wird das unsere Arbeitskultur zunehmend verändern und die Digitale Transformation weiter beflügeln.

#WSXD Insights: Friederike, herzlichen Dank für deine Einblicke. Wir freuen uns auf Dich bei einer Fragen und Antworten Runde am 1. Oktober um 12:10 Uhr. 

zum #WSXD 1.10.2020

Über Friederike Wurth: Friederike ist Digital Transformation Managerin bei BASF Agricultural Solutions. Ihre Mission: Durch die Digitalisierung leisten wir einen Beitrag - für eine gute Zukunft der Gesellschaft, unserer Kunden, unserer Mitarbeiter und unseres Geschäfts.

Teilen Sie diesen Beitrag

#WSXD

menschlich, digital, nachhaltig

Jetzt Ticket sichern