Work Smart Talk zum Thema Employer Branding

von Anna Wolf

Employer Branding ist die Generalantwort auf Fachkräftemangel oder? Ohne läuft gar nichts mehr. Aber wie genau funktioniert das? Ist es der perfekte Aufritt im Web, Sichtbarkeit via Social Media, sind es die großen Erfolgsgeschichten? Und was kostet Employer Branding eigentlich, wenn man es in die Marketingstrategie integrieren möchte?

Doppelter Pitch

Das waren die Fragen, die wir uns im Vorfeld des 5. Work Smart Talks gestellt haben. Um dem auf den Grund zu gehen haben wir Julia Collard und Sven Schnitzler von Doppelt[t]spitze eingeladen. Wer unsere Work Smart Talks kennt: 2 x 5 Minuten, 2 Meinungen, 1 Pitch. Das haben die Speaker dieses Mal ein bisschen variiert: im Doppel, 10 Minuten zusammen und gleichzeitig jeder gegen jeden.

Da wechselten die Meinungen um veränderte Kommunikation, sinnvolle Maßnahmen, Bildungssystem und Recruitingstrategie im Minutentakt zwischen den beiden hin und her. Und nach den „offiziellen 10 Minuten“ waren auch die Gäste ganz schnell im Thema. Was bringt denn nun eine Employer Branding Strategie wirklich? Was suchen die Arbeitnehmer heute? Geld, Sinn, Work Life Balance? Die Meinungen dazu gingen weit auseinander. Und dann ist genau das die größte Herausforderung für uns Unternehmen: Die Zielgruppe zu kennen und sich gemeinsam mit ihr auf den Weg in die Arbeitswelt der Zukunft zu machen.

Nach inspirierenden Diskussionen und einem Buffet, das die verbrauchte Energie ganz wunderbar wieder aufgefüllt hat, herrschte Einigkeit über die Erkenntnis, dass Buzzwords uns zwar aufmerksam machen, die Arbeit aber eigentlich sehr ähnlich bleibt. Sie fordert individuelle Ideen, Menschen, die für ihren Job brennen, und Wertschätzung auf allen Seiten.

5 ultimative Tipps

So ganz ohne die 5 ultimativen Tipps zum Employer Branding haben wir Sven und Julia dann aber auch nicht gehen lassen:

  1. Karrierewebsite:

    Egal wie groß oder klein das Unternehmen – eine gute Website – idealerweise mit direkt erreichbarem Jobportal oder einer entsprechenden Landingpage ist ein Muss. Und zwar intuitiv, attraktiv und responsive. Budget? Da sind keine Grenzen gesetzt – aber auch keine Hürden. Alles eine Frage der Gestaltung.

  2. Sichtbarkeit:

    Social Media Kanäle zu bedienen dagegen ist eher eine Frage der Zeit. Aber ein Kanal ist besser als keiner und selbst die Meldung auf einer Plattform, dass man dort nicht aktiv ist, aber dafür drüben „bei XY“ macht sichtbar.

  3. Authentizität:

    Kein Mitarbeiter kann zum Markenbotschafter gezwungen werden. Aber gemeinsam Ideen zu entwickeln führt zu einem natürlichen Verständnis für Kommunikation. Und selbst die kleinsten Unternehmen mit maximal 15 Mitarbeitern haben mindestens 15 potenzielle Influencer.

  4. Wände einreißen:

    Employer Branding kann man nicht NICHT machen. Das muss einfach klar sein. Und damit ist es unbedingt notwendig sich damit zu beschäftigen. Und zwar auf Organisationsebene. Da spielt die Fachabteilungen ebenso mit wie HR, Marketing und Unternehmenskommunikation. Employer Branding führt zu Kulturwandel und umgekehrt.

  5. Unterstützung:

    Auch wenn es längst nicht reicht, eine Agentur zu beauftragen den Purpose herauszuarbeiten, einen Kickertisch aufzustellen und ein paar wertvolle Impulse da zu lassen, kann Input von außen enorm wichtig sein. Das funktioniert im Kleinen wie im Großen. Von der einzelne Strategie für einen Social Media Kanal über den zweiten Blick auf die Website und ein FreshUp oder den großen Wurf inklusive Vision, Employer Value Proposition, Hashtag und Claim. Wichtig ist ein gutes gegenseitiges Briefing über Erwartungen, Ziele und selbstverständlich auch über Budgets und Ressourcen.

 

Work Smart

Gemeinsam zu lernen für eine Arbeitswelt der Zukunft – das ist die Idee der Work Smart Talks. Das haben wir auch dieses Mal wieder erreicht. Danke den Speakern und allen Teilnehmern. Mit einem Nikolaus verabschieden wir uns für dieses Jahr und freuen uns auf neue smarte Talks in 2020!

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